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Erkenntnisse aus der PCF-Praxis
Studien, Analysen und Erfahrungen aus Projekten mit Industrieunternehmen.

Im Zuge der globalen Bemühungen, den Klimawandel zu bekämpfen, gewinnen Initiativen wie die Science Based Targets zunehmend an Bedeutung. Science Based Targets sind von der Science Based Targets initiative (SBTi) in enger Zusammenarbeit mit über 800 Stakeholdern entwickelt worden. Die Initiative ist eine Partnerschaft zwischen CDP (ehemals Carbon Disclosure Project), dem UN Global Compact, dem World Resources Institute (WRI) und dem WWF.
Für Unternehmen, die sich zu diesen Zielen verpflichten, ist Carbon Accounting, die systematische Erfassung und Berechnung von CO2-Emissionen, ein unverzichtbares Werkzeug. Die Ziele bieten einen deutlichen und messbaren Weg zur Verringerung von Treibhausgasemissionen. Sie wurden entwickelt, um Unternehmen klare Leitlinien für die Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen zu bieten, um so die schädlichsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern und die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
Da die Emissionsberechnung der in Scope 3 nach dem GHG Protokoll anfallenden Emissionen oft den größten Anteil der gesamten Emissionen eines Unternehmens ausmacht, ist eine präzise Berechnung dieser Emissionen unerlässlich, um den Anforderungen der Science Based Targets Initiative (SBTi) gerecht zu werden. Unternehmen müssen daher nicht nur ihre direkten Emissionen (Scope 1 und 2) berücksichtigen, sondern auch sicherstellen, dass sie eine fundierte Methodik zur Berechnung und Reduzierung von Scope 3 Emissionen entwickeln und implementieren.

Unternehmen, die sich zu den Science Based Targets verpflichten (und sowohl kurz- als auch langfristige Ziele verfolgen), müssen jährlich ihre Emissionen während des gesamten Reduktionsprozesses offenlegen, um für die Stakeholder Transparenz zu schaffen.
Die Festlegung der Science Based Targets erfolgt in der Regel in zwei Schritten:
Insgesamt gibt es zwei verschiedene Arten von Zielen; kurzfristige SBTs und längerfristige Net Zero Ziele.
Kurzfristige Science Based Targets stellen sicher, dass ein Unternehmen, welches die Science Based Targets verfolgen möchte, kurzfristige Maßnahmen ergreift, um die Emissionen in einem Tempo zu reduzieren, das mit der Begrenzung der Erwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius vereinbar ist. Der zeitliche Rahmen liegt hier zwischen 5 und 10 Jahren.
Längerfristige Net Zero Ziele hingegen bieten einen Rahmen für langfristige strategische und finanzielle Entscheidungen des Unternehmens zu definieren, die mit dem 1,5 Grad Celsius Ziel übereinstimmen. Dies bedeutet für die meisten Unternehmen eine Einsparung der Emissionen um rund 90% bis 2050. Die verbliebenen Emissionen ermöglichen dann zusammen mit der Neutralisierung von Emissionen die Net-Zero Strategie eines Unternehmens.
Weitere Informationen können auf der Webseite des SBTis eingesehen werden.
Science Based Targets sind für Unternehmen aus verschiedenen Gründen relevant:
Für produzierende Unternehmen haben die Scope 3-Emissionen oft den größten Anteil an ihren gesamten Emissionen – häufig mehr als 40 %. Das bedeutet, dass die Berechnung und Reduktion dieser Emissionen gemäß den Science Based Targets unverzichtbar ist. Insbesondere der Einkauf von Waren und Dienstleistungen, Transport und die Distribution tragen maßgeblich zu den Scope 3-Emissionen bei.
Die Herausforderung besteht allerdings darin, dass Unternehmen für eine genaue Berechnung von Scope 3 häufig mit Datenlücken kämpfen. Dies betrifft sowohl die Qualität der Stammdaten als auch fehlende Primärdaten von Lieferanten, die für eine fundierte CO2-Bilanzierung notwendig sind.
Hier setzt TELUSIO an. Unsere KI-basierte Lösung unterstützt Unternehmen dabei, diese Lücken zu schließen, indem sie relevante Daten ergänzt und konform zu aktuellen Regularien aufbereitet. So können Unternehmen verlässlichere CO2-Bilanzen erstellen, die für die Erreichung ihrer Science Based Targets erforderlich sind.

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